Tipps: Terrasse selber machen – DIY für Zuhause

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Stell dir vor, du sitzt auf deiner eigenen, selbstgebauten Terrasse, die Sonne wärmt dein Gesicht, ein sanfter Wind streichelt deine Haut und der Duft von blühenden Blumen liegt in der Luft. Ein kühles Getränk in der Hand, das Lachen deiner Liebsten im Ohr – ein perfekter Sommerabend. Klingt traumhaft, oder? Und das Beste daran: Dieser Traum kann Wirklichkeit werden, denn eine Terrasse selber zu bauen ist gar nicht so schwer, wie du vielleicht denkst!

Mit ein bisschen Planung, handwerklichem Geschick und unseren Tipps & Tricks verwandelst du deinen Garten in eine Wohlfühloase, die nicht nur dein Zuhause aufwertet, sondern dir und deiner Familie unvergessliche Momente beschert. Bist du bereit für dein eigenes DIY-Terrassenprojekt? Dann lass uns loslegen!

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Die Planung ist das A und O: Dein Weg zur Traumterrasse

Bevor du dich voller Tatendrang in den Baumarkt stürzt, ist eine sorgfältige Planung unerlässlich. Denn nur mit einem durchdachten Konzept wird deine Terrasse am Ende genau so, wie du sie dir vorstellst. Nimm dir also ausreichend Zeit für die folgenden Schritte:

1. Standortwahl: Wo soll deine Terrasse entstehen?

Die Wahl des richtigen Standorts ist entscheidend für den späteren Wohlfühlfaktor. Berücksichtige dabei folgende Aspekte:

  • Sonneneinstrahlung: Wie viel Sonne wünschst du dir auf deiner Terrasse? Eine Südlage bietet viel Sonne, während eine Nordlage eher schattig ist. Überlege, zu welcher Tageszeit du die Terrasse hauptsächlich nutzen möchtest.
  • Windverhältnisse: Ist der Standort windgeschützt oder exponiert? Ein Windschutz kann durch Hecken, Mauern oder Zäune geschaffen werden.
  • Blick: Was möchtest du von deiner Terrasse aus sehen? Ein schöner Gartenblick ist ideal, während ein Blick auf die Straße vielleicht weniger attraktiv ist.
  • Zugänglichkeit: Wie gut ist die Terrasse vom Haus aus erreichbar? Ein direkter Zugang vom Wohnzimmer oder der Küche ist besonders praktisch.
  • Bodenbeschaffenheit: Ist der Boden eben und tragfähig oder muss er vorbereitet werden?
  • Baugenehmigung: Informiere dich bei deiner Gemeinde, ob du für den Bau deiner Terrasse eine Baugenehmigung benötigst. Dies ist oft abhängig von der Größe und der Art der Terrasse.

2. Größe und Form: Wie viel Platz brauchst du?

Die Größe deiner Terrasse hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel:

  • Anzahl der Personen: Wie viele Personen sollen regelmäßig auf der Terrasse Platz finden?
  • Nutzung: Möchtest du auf der Terrasse essen, grillen, sonnenbaden oder einfach nur entspannen?
  • Möbel: Welche Möbel möchtest du auf der Terrasse platzieren? Plane ausreichend Platz für Tisch, Stühle, Liegen und eventuell einen Grill ein.

Auch die Form der Terrasse spielt eine wichtige Rolle. Rechteckige oder quadratische Terrassen sind am einfachsten zu bauen, während runde oder organische Formen etwas mehr Aufwand erfordern, aber auch optisch ansprechender sein können. Lass deiner Kreativität freien Lauf!

3. Materialauswahl: Welches Material passt zu dir und deinem Garten?

Die Materialauswahl ist ein entscheidender Faktor für das Aussehen und die Haltbarkeit deiner Terrasse. Es gibt eine Vielzahl von Materialien, die sich für den Terrassenbau eignen. Hier sind einige der beliebtesten Optionen:

  • Holz: Holzterrassen sind warm, natürlich und fügen sich harmonisch in den Garten ein. Beliebte Holzarten sind Douglasie, Lärche, Bangkirai und Thermoholz. Achte auf eine gute Imprägnierung und regelmäßige Pflege, um die Lebensdauer deiner Holzterrasse zu verlängern.
  • Stein: Steinterrassen sind robust, pflegeleicht und bieten eine große Gestaltungsvielfalt. Beliebte Steinarten sind Naturstein (z.B. Granit, Sandstein, Schiefer) und Betonstein.
  • WPC (Wood-Plastic-Composite): WPC ist ein Verbundwerkstoff aus Holz und Kunststoff. WPC-Terrassendielen sind besonders pflegeleicht, witterungsbeständig und splitterfrei.
  • Fliesen: Fliesen sind eine elegante und moderne Option für Terrassen. Achte auf frostsichere Fliesen mit einer rutschfesten Oberfläche.

Bei der Materialauswahl solltest du nicht nur auf den Preis achten, sondern auch auf die Optik, die Haltbarkeit, die Pflegeleichtigkeit und die Umweltverträglichkeit. Lass dich im Fachhandel beraten und wähle das Material, das am besten zu deinen Bedürfnissen und deinem Budget passt.

4. Budgetplanung: Was darf deine Traumterrasse kosten?

Bevor du mit dem Bau beginnst, solltest du ein realistisches Budget festlegen. Berücksichtige dabei alle Kosten, wie zum Beispiel:

  • Materialkosten: Holz, Stein, WPC, Fliesen, Unterkonstruktion, Befestigungsmaterial, etc.
  • Werkzeugkosten: Falls du Werkzeug neu kaufen musst.
  • Kosten für die Bodenvorbereitung: Erdaushub, Schotter, Splitt, etc.
  • Entsorgungskosten: Für Aushub und alte Materialien.
  • Eventuelle Kosten für eine Baugenehmigung.

Es ist ratsam, einen Puffer für unvorhergesehene Ausgaben einzuplanen. Vergleiche die Preise verschiedener Anbieter und achte auf Sonderangebote, um Kosten zu sparen.

Die Vorbereitung: Schritt für Schritt zum perfekten Untergrund

Ein solider Untergrund ist das Fundament für eine langlebige und stabile Terrasse. Eine sorgfältige Vorbereitung ist daher unerlässlich. Gehe dabei wie folgt vor:

1. Markierung und Aushub: Wo geht’s lang?

Markiere zunächst die Fläche, auf der deine Terrasse entstehen soll. Verwende dafür Pflöcke und eine Richtschnur. Hebe dann den Boden in der markierten Fläche aus. Die Tiefe des Aushubs hängt von der Art der Terrasse und der Beschaffenheit des Bodens ab. In der Regel reichen 20-30 cm aus.

2. Tragschicht: Für Stabilität und Drainage

Fülle den Aushub mit einer Tragschicht aus Schotter oder Kies. Die Tragschicht dient dazu, den Untergrund zu stabilisieren und für eine gute Drainage zu sorgen. Verdichte die Tragschicht mit einer Rüttelplatte.

3. Ausgleichsschicht: Für eine ebene Fläche

Bringe auf die Tragschicht eine Ausgleichsschicht aus Splitt oder Sand auf. Die Ausgleichsschicht dient dazu, Unebenheiten auszugleichen und eine ebene Fläche für die Terrassenbeläge zu schaffen. Ziehe die Ausgleichsschicht mit einer Latte oder einem Richtscheit glatt ab.

4. Unkrautvlies: Gegen ungewollte Gäste

Lege ein Unkrautvlies auf die Ausgleichsschicht. Das Unkrautvlies verhindert, dass Unkraut von unten durch die Terrassenbeläge wächst.

Der Bau: Deine Terrasse nimmt Gestalt an

Nachdem der Untergrund vorbereitet ist, kann es endlich ans Bauen gehen. Je nach Material und Bauweise gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen. Hier sind einige grundlegende Anleitungen für die gängigsten Terrassenarten:

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1. Holzterrasse: Natürliche Schönheit zum Selbermachen

Der Bau einer Holzterrasse erfordert etwas handwerkliches Geschick, ist aber durchaus auch für Anfänger machbar. Gehe dabei wie folgt vor:

  1. Unterkonstruktion: Lege eine Unterkonstruktion aus Holzbalken auf den vorbereiteten Untergrund. Achte auf einen ausreichenden Abstand zwischen den Balken (ca. 40-50 cm). Die Unterkonstruktion sorgt für eine gute Belüftung der Terrassendielen und verhindert Staunässe.
  2. Terrassendielen: Befestige die Terrassendielen mit Schrauben oder Klammern auf der Unterkonstruktion. Achte auf einen gleichmäßigen Abstand zwischen den Dielen (ca. 5-8 mm). Verwende für die Befestigung rostfreie Schrauben oder Klammern, um Korrosion zu vermeiden.
  3. Abschlussleisten: Bringe an den Rändern der Terrasse Abschlussleisten an, um die Schnittkanten der Dielen zu verdecken und einen sauberen Abschluss zu schaffen.
  4. Pflege: Behandle die Holzterrasse regelmäßig mit einem Holzschutzöl, um sie vor Witterungseinflüssen zu schützen und ihre Lebensdauer zu verlängern.

2. Steinterrasse: Robust und pflegeleicht

Der Bau einer Steinterrasse ist etwas aufwändiger als der Bau einer Holzterrasse, da die Steine oder Platten verlegt und verfugt werden müssen. Gehe dabei wie folgt vor:

  1. Verlegung: Verlege die Steine oder Platten auf der vorbereiteten Ausgleichsschicht. Achte auf ein gleichmäßiges Fugenbild. Verwende für die Verlegung ein Gummihammer, um die Steine oder Platten in die Ausgleichsschicht einzuklopfen.
  2. Fugen: Verfuge die Steine oder Platten mit einem geeigneten Fugenmörtel. Achte darauf, dass die Fugen vollständig gefüllt sind. Entferne überschüssigen Fugenmörtel sofort mit einem feuchten Schwamm.
  3. Reinigung: Reinige die Steinterrasse nach der Verfugung gründlich mit Wasser und einem milden Reinigungsmittel.
  4. Imprägnierung: Imprägniere die Steinterrasse mit einer speziellen Imprägnierung, um sie vor Verschmutzungen und Witterungseinflüssen zu schützen.

3. WPC-Terrasse: Die pflegeleichte Alternative

Der Bau einer WPC-Terrasse ähnelt dem Bau einer Holzterrasse. Der größte Vorteil ist, dass WPC-Dielen deutlich pflegeleichter sind als Holzdielen. Gehe dabei wie folgt vor:

  1. Unterkonstruktion: Lege eine Unterkonstruktion aus WPC-Balken auf den vorbereiteten Untergrund. Achte auf einen ausreichenden Abstand zwischen den Balken (ca. 40-50 cm).
  2. Terrassendielen: Befestige die WPC-Terrassendielen mit Clips oder Schrauben auf der Unterkonstruktion. Achte auf den vom Hersteller empfohlenen Abstand zwischen den Dielen.
  3. Abschlussleisten: Bringe an den Rändern der Terrasse Abschlussleisten aus WPC an, um die Schnittkanten der Dielen zu verdecken und einen sauberen Abschluss zu schaffen.
  4. Pflege: Reinige die WPC-Terrasse bei Bedarf mit Wasser und einem milden Reinigungsmittel. Eine spezielle Pflege ist in der Regel nicht erforderlich.

Die Details: So wird deine Terrasse zum Hingucker

Mit den richtigen Details wird deine Terrasse zu einem individuellen Wohlfühlort. Hier sind einige Ideen, wie du deine Terrasse gestalten kannst:

  • Möbel: Wähle bequeme und wetterfeste Möbel, die zu deinem Stil passen.
  • Pflanzen: Bepflanze deine Terrasse mit Blumen, Kräutern oder Sträuchern. Grüne Pflanzen sorgen für eine natürliche Atmosphäre und verbessern das Klima.
  • Beleuchtung: Installiere eine stimmungsvolle Beleuchtung, um deine Terrasse auch am Abend nutzen zu können.
  • Sonnenschutz: Schütze dich vor der Sonne mit einem Sonnenschirm, einer Markise oder einem Sonnensegel.
  • Dekoration: Dekoriere deine Terrasse mit Kissen, Decken, Laternen und anderen Accessoires.

Lass deiner Kreativität freien Lauf und gestalte deine Terrasse so, dass sie deinen persönlichen Bedürfnissen und Vorlieben entspricht. Deine Terrasse soll ein Ort sein, an dem du dich wohlfühlst und entspannen kannst.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Benötige ich eine Baugenehmigung für meine Terrasse?

Ob du eine Baugenehmigung für deine Terrasse benötigst, hängt von den jeweiligen Bauvorschriften deines Bundeslandes und deiner Gemeinde ab. In der Regel sind Terrassen bis zu einer bestimmten Größe und Höhe genehmigungsfrei. Informiere dich vor Baubeginn bei deinem zuständigen Bauamt, um sicherzugehen.

Welches Holz ist am besten für eine Holzterrasse geeignet?

Für eine Holzterrasse eignen sich verschiedene Holzarten, wie z.B. Douglasie, Lärche, Bangkirai und Thermoholz. Achte bei der Auswahl auf die Dauerhaftigkeitsklasse des Holzes. Je höher die Dauerhaftigkeitsklasse, desto widerstandsfähiger ist das Holz gegen Witterungseinflüsse und Pilzbefall. Douglasie und Lärche sind preisgünstige Alternativen, während Bangkirai und Thermoholz etwas teurer, aber auch langlebiger sind.

Wie pflege ich meine Holzterrasse richtig?

Um deine Holzterrasse vor Witterungseinflüssen zu schützen und ihre Lebensdauer zu verlängern, solltest du sie regelmäßig pflegen. Reinige die Terrasse regelmäßig mit Wasser und einer Bürste, um Schmutz und Algen zu entfernen. Behandle die Terrasse anschließend mit einem Holzschutzöl, um das Holz vor Austrocknung und Vergrauung zu schützen. Wiederhole die Behandlung je nach Bedarf ein- bis zweimal pro Jahr.

Wie reinige ich meine Steinterrasse am besten?

Um deine Steinterrasse sauber zu halten, solltest du sie regelmäßig mit Wasser und einer Bürste reinigen. Bei hartnäckigen Verschmutzungen kannst du einen speziellen Steinreiniger verwenden. Vermeide aggressive Reinigungsmittel, da diese die Oberfläche der Steine beschädigen können. Eine Imprägnierung schützt die Steinterrasse vor Verschmutzungen und erleichtert die Reinigung.

Was ist der Unterschied zwischen WPC und Holz?

WPC (Wood-Plastic-Composite) ist ein Verbundwerkstoff aus Holz und Kunststoff. WPC-Terrassendielen sind besonders pflegeleicht, witterungsbeständig und splitterfrei. Im Vergleich zu Holz sind WPC-Dielen resistenter gegen Feuchtigkeit, Pilzbefall und Insekten. Allerdings haben WPC-Dielen nicht die natürliche Optik und Haptik von Holz.

Wie kann ich meine Terrasse winterfest machen?

Um deine Terrasse winterfest zu machen, solltest du folgende Maßnahmen treffen: Entferne Laub und Schmutz von der Terrasse. Schütze empfindliche Pflanzen vor Frost. Lagere Gartenmöbel und andere Gegenstände, die nicht winterfest sind, im Keller oder in der Garage. Decke die Terrasse gegebenenfalls mit einer Plane ab, um sie vor Schnee und Eis zu schützen. Bei Steinterrassen solltest du darauf achten, dass das Wasser gut ablaufen kann, um Frostschäden zu vermeiden.

Mit diesen Tipps und Tricks steht deinem DIY-Terrassenprojekt nichts mehr im Wege. Also, worauf wartest du noch? Starte jetzt mit der Planung und verwandle deinen Garten in eine Wohlfühloase, die dich und deine Familie begeistern wird. Viel Spaß beim Bauen!

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