Möchtest du dir einen eigenen Naturpool im Garten schaffen, um eine naturnahe und chemiefreie Badeoase zu genießen? Dieser Leitfaden bietet dir alle essenziellen Informationen und Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die du benötigst, um dein Projekt erfolgreich umzusetzen. Er richtet sich an alle, die handwerklich begabt sind oder bereit, sich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen, um Kosten zu sparen und ein individuelles Ergebnis zu erzielen.
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Grundlagen des Naturpools: Funktionsweise und Vorteile
Ein Naturpool ist weit mehr als nur ein Schwimmteich. Er kombiniert die Funktionalität eines klassischen Pools mit der Selbstreinigungsfähigkeit eines natürlichen Ökosystems. Die Wasseraufbereitung erfolgt biologisch durch eine geschickt angelegte Regenerationszone, in der spezielle Pflanzen und Mikroorganismen das Wasser reinigen. Dies geschieht ohne den Einsatz von chemischen Zusätzen wie Chlor.
Die biologische Wasserreinigung
Die Kernkomponente eines Naturpools ist die Regenerationszone. Diese ist meist durch eine Trennwand, oft eine Überlaufkante oder eine niedrigere Folienwand, vom eigentlichen Schwimmbereich abgetrennt. In der Regenerationszone siedeln sich heimische Wasserpflanzen an, die Nährstoffe aus dem Wasser filtern und so Algenwachstum unterbinden. Darüber hinaus beherbergt diese Zone eine vielfältige Mikroorganismen-Gemeinschaft, die organische Verunreinigungen zersetzt. Das gereinigte Wasser wird anschließend durch ein Pumpensystem in den Schwimmbereich zurückgeführt.
Vorteile eines Naturpools
- Chemiefreiheit: Angenehmes Badegefühl ohne haut- oder augenreizende Chemikalien.
- Naturnahes Design: Harmonische Integration in den Garten, oft mit üppiger Bepflanzung.
- Umweltfreundlichkeit: Unterstützt die lokale Biodiversität und benötigt weniger Energie als herkömmliche Pools.
- Geringere Betriebskosten: Keine laufenden Kosten für Chemikalien.
- Gesundheitliche Aspekte: Ideal für Allergiker und empfindliche Haut.
Planung deines Naturpool-Projekts
Eine sorgfältige Planung ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Naturpool-Bau. Hierbei sind verschiedene Faktoren zu berücksichtigen, von der Größe und Form bis hin zu den örtlichen Gegebenheiten.
Standortwahl
Wähle einen sonnigen Standort, der aber nicht durchgehend von der prallen Mittagssonne beschienen wird, um übermäßiges Algenwachstum zu vermeiden. Achte auf ausreichend Abstand zu Laubbäumen, um die Belastung durch herabfallendes Laub zu minimieren. Prüfe die Bodenbeschaffenheit und ob Grundwasser eine Rolle spielt.
Größe und Verhältnis von Schwimm- und Regenerationszone
Als Faustregel gilt ein Verhältnis von 50:50 zwischen Schwimmbereich und Regenerationszone. Für einen größeren Schwimmbereich empfiehlt sich ein Verhältnis von 60:40. Die Mindesttiefe des Schwimmbereichs sollte bei etwa 1,50 bis 1,80 Metern liegen, um ein gutes Schwimmerlebnis zu gewährleisten. Die Regenerationszone kann flacher gestaltet werden, mit Tiefen von 20 bis 50 cm.
Materialauswahl für die Beckenkonstruktion
Die gebräuchlichsten Materialien für die Beckenkonstruktion sind:
- Folien: PVC- oder EPDM-Folien sind flexibel und relativ kostengünstig. Achte auf UV-Beständigkeit und Frostsicherheit.
- Beton: Bietet eine sehr stabile und langlebige Konstruktion, erfordert aber mehr handwerkliches Geschick und ist teurer.
- Fertige Beckenformen: Eine Option, die aber die Flexibilität bei der Gestaltung einschränkt.
Pumpen- und Filtersystem
Eine leistungsfähige Pumpe ist entscheidend für den Wasserkreislauf zwischen Schwimm- und Regenerationszone. Oft werden auch zusätzliche Filter (z.B. Skimmer, Oberflächenabsauger, biologische Filter) eingesetzt, um die mechanische Reinigung zu unterstützen, insbesondere in der Anfangsphase. Informiere dich über spezielle Naturpool-Pumpen, die für den Dauerbetrieb ausgelegt sind und wenig Energie verbrauchen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Bau eines Naturpools
Der Bau eines Naturpools ist ein anspruchsvolles Projekt, das handwerkliches Geschick erfordert. Diese Anleitung gibt dir einen Überblick über die wesentlichen Schritte.
1. Aushub und Erdarbeiten
- Markiere die Konturen deines Pools im Gelände.
- Hebe die Grube entsprechend der geplanten Tiefe und Form aus. Berücksichtige dabei die Böschungswinkel.
- Die Trennwand zwischen Schwimm- und Regenerationszone muss sorgfältig geplant und markiert werden.
- Entsorge das Aushubmaterial fachgerecht.
2. Verlegung der Schutzschicht und Folie
- Bringe auf dem Boden der Grube eine Schutzschicht aus Sand oder Vlies aus, um die Beckenfolie vor Beschädigungen zu schützen.
- Verlege die Beckenfolie sorgfältig. Achte darauf, dass sie faltenfrei liegt und die gesamte Fläche bedeckt. Bei der Verlegung der Trennwand muss eine dichte Abdichtung gewährleistet sein.
3. Installation der Pumpen- und Technikkomponenten
- Installiere die Pumpe und eventuelle zusätzliche Filteranlagen gemäß Herstelleranleitung.
- Verlege die notwendigen Leitungen für den Wasserkreislauf. Achte auf eine korrekte Abdichtung aller Verbindungen.
4. Gestaltung der Regenerationszone
- Fülle die Regenerationszone mit einer speziellen Kiesschicht. Diese dient als Substrat für die Pflanzen und zur Filterung des Wassers.
- Wähle geeignete Wasserpflanzen für deine Region und die spezifischen Bedingungen deiner Regenerationszone. Empfehlenswert sind z.B. Schilf, Rohrkolben, Froschlöffel und Sumpfdotterblumen.
- Achte auf eine Mischung aus Ufer-, Flachwasser- und Tiefwasserzonenpflanzen, um eine optimale Filterleistung zu erzielen.
5. Befüllung und Inbetriebnahme
- Befülle den Pool langsam mit Wasser. Kontrolliere dabei auf Dichtheit.
- Lasse die Pumpe in den ersten Wochen intensiv laufen, um den Wasserkreislauf zu etablieren und das biologische Gleichgewicht aufzubauen. Dies kann mehrere Wochen dauern.
- Pflanze die gewünschten Wasserpflanzen in die Regenerationszone.
Pflege und Wartung deines Naturpools
Auch ein Naturpool erfordert regelmäßige Pflege, um seine Funktionstüchtigkeit und Ästhetik zu erhalten.
Regelmäßige Kontrollen
- Überwache den Wasserstand und fülle bei Bedarf nach.
- Kontrolliere die Funktion der Pumpe und reinige gegebenenfalls die Filter.
- Prüfe regelmäßig die Pflanzen in der Regenerationszone. Entferne abgestorbene Pflanzenteile, die sonst zu einer Nährstoffanreicherung führen könnten.
Entnahme von Laub und Sedimenten
Entferne regelmäßig Laub und andere organische Materialien, die in den Pool gelangen. Ein Kescher oder ein spezieller Oberflächenabsauger sind hierfür nützlich.
Algenmanagement
Ein gut funktionierendes Ökosystem verhindert starkes Algenwachstum. Bei vorübergehenden Problemen kann eine mechanische Entfernung der Algen helfen. Eine starke Bepflanzung der Regenerationszone ist die beste Vorbeugung.
Winterfestmachung
Bereite deinen Naturpool auf die kalte Jahreszeit vor. Entferne abgestorbene Pflanzenteile, lass die Pumpe gegebenenfalls weiterlaufen oder entnehme sie und schütze empfindliche Teile vor Frost.
Wichtige Aspekte und häufige Fehler
Beim Bau und der Pflege von Naturpools gibt es einige Fallstricke, die es zu vermeiden gilt.
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Überdimensionierung der Technik
Eine überdimensionierte Pumpe kann das biologische Gleichgewicht stören. Halte dich an die Empfehlungen für Naturpools.
Falsche Pflanzenauswahl
Die Auswahl der richtigen Pflanzen für die Regenerationszone ist entscheidend. Informiere dich über heimische und effektive Arten.
Mangelnde Geduld beim Einlaufen
Der Aufbau eines stabilen biologischen Gleichgewichts braucht Zeit. Sei geduldig in den ersten Wochen und Monaten.
Unzureichende Abdichtung
Leckagen können zu Wasserverlust und Problemen mit dem biologischen Gleichgewicht führen. Achte auf eine sorgfältige Abdichtung.
Naturpool-Bau: Eine Übersicht
| Kategorie | Beschreibung | Wichtigkeit für den Eigenbau |
|---|---|---|
| Planung und Design | Festlegung von Größe, Form, Tiefe, Verhältnis von Schwimm- und Regenerationszone. | Sehr hoch: Fehler hier sind später schwer zu korrigieren und beeinträchtigen die Funktion. |
| Erdarbeiten und Beckenkonstruktion | Aushub, Verlegung von Schutzschichten und Folien, ggf. Betonarbeiten. | Hoch: Die Stabilität und Dichtheit des Beckens sind grundlegend. |
| Regenerationszone | Auswahl des Substrats, Bepflanzung mit geeigneten Wasserpflanzen. | Sehr hoch: Das Herzstück der biologischen Wasserreinigung. |
| Technik und Wasserkreislauf | Installation von Pumpen, Leitungen, ggf. Skimmer und Filtern. | Hoch: Gewährleistet den notwendigen Wasseraustausch und die Zirkulation. |
| Pflege und Instandhaltung | Regelmäßige Kontrollen, Laubentfernung, Pflanzenpflege. | Mittel: Wichtig für den langfristigen Erhalt, aber weniger kritisch als die Bauphase. |
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Naturpool selber bauen: Anleitungen und Tipps
Wie lange dauert es, bis sich ein Naturpool selbst reinigt?
Der Prozess, bis sich ein stabiles biologisches Gleichgewicht im Naturpool eingestellt hat und er sich effektiv selbst reinigt, kann mehrere Wochen bis Monate dauern. In dieser Phase ist eine intensive Beobachtung und gegebenenfalls eine unterstützende Pflege notwendig.
Welche Pflanzen eignen sich am besten für die Regenerationszone?
Es empfiehlt sich, heimische Wasserpflanzen zu wählen, die sich an die lokalen klimatischen Bedingungen angepasst haben. Gute Filterpflanzen sind beispielsweise Schilf (Phragmites australis), Rohrkolben (Typha spp.), Froschlöffel (Alisma plantago-aquatica) und verschiedene Arten von Laichkräutern (Potamogeton spp.). Eine Mischung aus verschiedenen Pflanzenarten und Wassertiefen sorgt für optimale Ergebnisse.
Wie oft muss das Wasser im Naturpool ausgetauscht werden?
In einem gut funktionierenden Naturpool ist in der Regel kein vollständiger Wasseraustausch notwendig. Das Wasser zirkuliert und wird kontinuierlich durch die Pflanzen und Mikroorganismen gereinigt. Lediglich bei starkem Wasserverlust durch Verdunstung oder zum Ausgleich von Niederschlagswasser muss Wasser nachgefüllt werden.
Kann man einen Naturpool auch im Winter nutzen?
Ein Naturpool ist nicht für den ganzjährigen Badebetrieb im klassischen Sinne konzipiert. Die biologische Funktion der Regenerationszone reduziert sich im Winter erheblich. Manche Nutzer belassen die Pumpe auch im Winter in Betrieb, um Frostschäden vorzubeugen, aber das Badeerlebnis ist in dieser Zeit meist nicht mehr gegeben.
Was kostet der Bau eines Naturpools im Vergleich zu einem konventionellen Pool?
Die Anfangsinvestition für den Bau eines Naturpools kann vergleichbar oder sogar etwas höher sein als bei einem einfachen konventionellen Pool, insbesondere wenn eine aufwändige Gestaltung oder spezielle Materialien verwendet werden. Langfristig sind die Betriebskosten jedoch deutlich geringer, da keine Chemikalien angeschafft werden müssen und der Energieverbrauch oft niedriger ist.
Kann ich meinen bestehenden konventionellen Pool in einen Naturpool umwandeln?
Eine Umwandlung ist grundsätzlich möglich, erfordert jedoch eine sorgfältige Planung und meist bauliche Anpassungen. Es muss eine ausreichend große Regenerationszone geschaffen und das gesamte System auf die biologische Wasserreinigung umgestellt werden. Dies ist oft ein komplexeres Projekt als der Neubau eines Naturpools.
Wie verhindert man, dass Fische und andere Tiere den Pool verschmutzen?
In einem Naturpool ist eine gewisse Koexistenz mit Kleintieren wie Kaulquappen oder Insekten erwünscht und Teil des Ökosystems. Wenn du explizit keine Fische im Pool haben möchtest, solltest du keine Fische einsetzen. Die Gestaltung der Regenerationszone und die Nutzung von Oberflächenskimmern können helfen, Laub und Kot von größeren Tieren fernzuhalten.